KUNDENBEISPIEL

Mehr Sicherheit durch präzise Lokalisierung: NurseCall 9s im Alters- und Pflegeheim Obigrueh

2026-10-08
3 min. Lesedauer

Ein Pilotprojekt für die Schweiz

Im Alters- und Pflegeheim Obigrueh in Schübelbach, Kanton Schwyz, leben 25 Bewohnerinnen und Bewohner. Rund 30 Mitarbeitende aus Pflege, Küche, Hauswirtschaft und Administration kümmern sich um ihre Betreuung und Versorgung.

Seit September 2026 ist hier das neue Schwesternrufsystem NurseCall 9s von TeleAlarm im Einsatz. Für TeleAlarm ist das Projekt etwas Besonderes: Es handelt sich um den ersten Kundeneinsatz des NurseCall 9s in der Schweiz.

Das neue System ersetzt ein Vorgängermodell von TeleAlarm und bringt insbesondere bei der Lokalisierung der Bewohner neue Möglichkeiten.

Von der Alarmierung zur gezielten Unterstützung

Eine zentrale Anforderung des Alters- und Pflegeheims war es, die Suche nach einem Bewohner nach einem ausgelösten Notruf zu vereinfachen.

Die Bewohnerinnen und Bewohner können sich innerhalb des Hauses und auf dem dazugehörigen Gelände frei bewegen. Wird ein Alarm ausgelöst, soll das Pflegepersonal deshalb nicht erst nach dem Bewohner suchen müssen. Stattdessen soll das System möglichst genau anzeigen, wo sich die Person befindet.

Dafür wurden im Gebäude insgesamt 25 Indoor Nodes installiert. Die Funkknoten befinden sich in einem Abstand von rund 15 Metern, auf den Fluren und in den Bereichen der Bewohnerzimmer. Zwei zusätzliche Outdoor Nodes erweitern die Lokalisierung auf das Außengelände.

Wird ein personalisierter Funkhandsender innerhalb des Hauses getragen und ein Alarm ausgelöst, kann das System anhand der Nodes erkennen, in welchem Bereich und auf welcher Etage sich der Bewohner befindet.

So kann beispielsweise angezeigt werden, dass sich Herr Müller im Erdgeschoss im Speisesaal befindet. Das Pflegepersonal kann den angegebenen Bereich direkt anlaufen, anstatt zunächst das Bewohnerzimmer aufzusuchen.

Eine Lösung, die über das Gebäude hinausdenkt

Neben den Indoor und Outdoor Nodes umfasst die installierte Lösung weitere Komponenten. Dazu gehören fünf CCU-Gateways mit Backup-Batterie, 28 mobile Notrufknöpfe für Bewohnerinnen und Bewohner sowie fünf fest installierte Call Buttons.

Ergänzt wird das System durch sechs drahtlose PIR-Bewegungssensoren, zwei drahtlose I/O-Module und einen LTE-Router. Für die mobilen Sender stehen zudem flexible Armbänder zur Verfügung.

Damit diese Komponenten als Gesamtsystem funktionieren, mussten Sender, Empfänger, Software und Peripheriegeräte miteinander verbunden und konfiguriert werden.

Sechs Monate Planung und Umsetzung

Von der ersten Planung bis zur Inbetriebnahme vergingen rund sechs Monate. In dieser Zeit wurden unter anderem Budget und Projektumfang definiert, die technische Planung erstellt und die Umsetzung mit den beteiligten Gewerken abgestimmt.

Dazu gehörte auch die Zusammenarbeit mit dem lokalen Elektriker und den IT-Verantwortlichen des Pflegeheims. Gerade bei einer Installation in einem bestehenden Pflegebetrieb müssen technische Arbeiten so geplant werden, dass der laufende Betrieb möglichst ungestört weitergeführt werden kann.

Die Installation erfolgte deshalb während des laufenden Heimbetriebs. Ziel war es, die neue Technik Schritt für Schritt zu integrieren, ohne den Pflegealltag zu beeinträchtigen.

Internationale Zusammenarbeit

Bei der technischen Umsetzung arbeiteten mehrere Teams zusammen. Vor Ort übernahm Rodrigo Silva, Country Manager von TeleAlarm SA, die Projektleitung. Louis Augagneur, Product Specialist für das NurseCall 9s, begleitete die technische Umsetzung.

Unterstützung kam zudem aus Finnland: Hannu Tarkiainen von 9Solutions war als Deployment Manager eingebunden und unterstützte die finale Inbetriebnahme des Systems.

Zu den Aufgaben zur Inbetriebnahme des Systems gehörte unter anderem die Programmierung der Sender und Empfänger sowie der Schwesternruf-Software. Anschließend wurden die Peripheriegeräte mit den Nodes verbunden, die für die Lokalisierung der Bewohner erforderlich sind.

Auch die Dienst-Smartphones des Heims wurden eingerichtet. Darauf läuft die 9Solutions App, die im Pflegealltag als Benutzeroberfläche für die Mitarbeitenden dient und die eingehenden Meldungen zugänglich macht.

Technik wird auf den Pflegealltag ausgerichtet

Bei der Planung ging es nicht allein darum, neue Hardware zu installieren. Die technische Lösung musste auf die räumlichen Gegebenheiten des Hauses und auf die Abläufe des Pflegepersonals abgestimmt werden.

Die Positionierung der Nodes war deshalb ein wichtiger Bestandteil der Planung. Erst durch das Zusammenspiel der Funkknoten mit den personalisierten Sendern wird die gewünschte Lokalisierung innerhalb und außerhalb des Gebäudes möglich.

Damit entsteht aus einzelnen Komponenten ein vernetztes System, das einen entscheidenden Vorteil bietet: Im Fall eines Hilferufs erhält das Pflegepersonal nicht nur die Information, dass Unterstützung benötigt wird, sondern auch einen Hinweis darauf, wo sich der betreffende Bewohner befindet.

Erfolgreicher Start des NurseCall 9s in der Schweiz

Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme im September 2026 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Das Alters- und Pflegeheim Obigrueh verfügt nun über das neueste Schwesternrufsystem von TeleAlarm und damit über eine moderne Lösung für die Alarmierung und Lokalisierung seiner Bewohnerinnen und Bewohner.

Für TeleAlarm ist das Projekt zugleich ein wichtiger Praxistest: Das NurseCall 9s wurde mit dem Projekt in Obigrueh erstmals bei einem Kunden in der Schweiz eingesetzt.

Wie die Beteiligten das Projekt erlebt haben, welche Herausforderungen bei der Umsetzung zu lösen waren und welche Erfahrungen die Heimleitung mit dem neuen System macht, zeigt die begleitende Videoreportage.

Kontaktieren Sie uns